4. August 2011 06:24 Uhr
In jüngster Zeit wurden aus Italien mehrere Fälle gemeldet, in denen Universitäts-Leiter engen Verwandten Positionen verschafft haben sollen.
Der Forscher Stefano Allesina von der Universität Chicago hat diese Vorwürfe mit einer einfachen statistischen Analyse untersucht. Dazu überprüfte er die Häufigkeit der Nachnamen von mehr als 61.000 Universitätsprofessoren. Das Ergebnis deutet seinen Worten zufolge darauf hin, dass es im akademischen Italien sehr wahrscheinlich eine Vetternwirtschaft gibt - und zwar häufiger im Süden als im Norden, am stärksten in Sizilien.
Allesina warnte, diese Praxis veranlasse kluge Köpfe dazu, in Ausland zu gehen. Deswegen schnitten italienische Universitäten im internationalen Vergleich auch schlecht ab.
Die Studie ist im Fachjournal "PLoS ONE" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)