4. August 2011 11:11 Uhr
Warum klingen US-Pophits zur Zeit wie ein Motivationsseminar für unbeliebte Jugendliche? Dieses Frage stellt heute die "Süddeutsche Zeitung" und nennt das Phänomen Empowerment-Pop. Beispiel seien "We R Who We R" von Ke$ha, "Born This Way" von Lady Gaga oder "Fucking Perfect" von Pink. Laut "SZ" hat auch ein US-Psychologe in den Texten der Popmusik der vergangenen 20 Jahren deutlich mehr Narzissmus entdeckt.
Die Zeitung hat in einem Essay einen möglichen Grund für die gestiegene Selbstliebe gefunden: Die Menschen hätten einerseits immer mehr das Gefühl, sich in einem Informationsuniversum und in einer Datenmasse zu verlieren. Andererseits gäben ihnen aber Facebook und Twitter das Gefühl, etwas Einzigartiges und Wichtiges zu sein. Und dieser Widerspruch übertrage sich auch auf die Popsänger.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)