4. August 2011 17:38 Uhr

Gehirnströme verkürzen den Bremsweg

Autounfälle per Gedanken lesen verhindern - das könnte mit Hilfe neuer Fahrerassistenz-Systeme möglich werden. Herausgefunden haben das Forscher der TU Berlin. In einer Versuchsreihe mussten Fahrer im Rahmen einer Computersimulation den Abstand zu einem vorausfahrenden Auto möglichst konstant halten. Dabei wurden die Hirnströme der Versuchsfahrer gemessen. Die Forscher ermittelten dabei die Impulse, die mit der Absicht zu bremsen verknüpft sind. Sie sind schon vor der eigentlichen Bewegung messbar. Gleiches gilt für die elektrische Aktivität der Beinmuskulatur vor dem eigentlichen Tritt auf die Bremse. Nutzt man diese Signale, um die Bremsung zu starten, bringt das einen zeitlichen Vorsprung: gegenüber der herkömmlichen Fahrweise verkürzt sich dadurch der Bremsweg. Nach Angaben der Forschergruppe wäre der Bremsweg bei 100 Stundenkilometer 3,66 Meter kürzer.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)