5. August 2011 06:29 Uhr
Die Wege des Wissens sind oft lang - zu lang, und das könnte man in einigen Fällen ändern. So sieht es eine Gruppe von Wissenschaftlern, die beim Thema der biologischen Vielfalt an das Wissen von lokalen und indigenen Gruppen anknüpfen will. Die Forscher beschäftigen sich in einem offenen Brief im Fachmagazin "Science" mit dem neuen Weltbiodiversitätsrat. Er wurde im vergangenen Jahr von den UNO-Mitgliedsländern beschlossen. Sein Ziel: wissenschaftliche Politikberatung.
Mehrere Wissenschaftler vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung fordern, dass der Rat sich nicht nur auf wissenschaftlich fundiertes Wissen stützt, sondern bei lokalem Wissen ansetzt. Denn Veränderungen der biologischen Vielfalt machten sich zuerst vor Ort bemerkbar. Dann könne es Jahre dauern, bis solches Wissen in globale Berichte einfließe.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)