5. August 2011 15:23 Uhr

Smartphones: Saarländer Wissenschaftler raten zu Hersteller-Updates

Sensible Informationen ausspähen, Gespräche aufzeichnen oder gefälschte Mails verschicken - das alles ist erschreckend einfach, wenn man weiß, an welcher Stelle man den Hebel ansetzen muss. Das hat Michael Backes, Professor für Informationssicherheit und Kryptographie an der Universität des Saarlandes, bei Untersuchungen von Googles Android-Software für Smartphones festgestellt. Über eine manipulierte App, die man zum Beispiel als Computerspiel tarnen könne, könne man auf das Betriebssystem der Smartphones zugreifen, so Backes.

Auf den Fehler hätten er und seine Kollegen Google schon am 20. Juni hingewiesen. Google habe das Problem inzwischen behoben und werde bald Updates zur Verfügung stellen, um die Sicherheitslücke zu schließen. Backes empfiehlt Nutzern von Smartphones, die angebotenen Softwareupdates der Hersteller zu installieren.

Nach Angaben von Google werden täglich rund 400.000 Android-Mobiltelefone benutzt. Bereits Ende vergangenen Jahres hatte das Betriebssystem einen weltweiten Marktanteil von rund 33 Prozent.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)