8. August 2011 06:25 Uhr

Glücklos: Innenminister Friedrich und das Netz

Viele Freunde macht er sich zur Zeit nicht - Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich.

Er fordert im Interview mit dem Magazin "Spiegel", dass radikale Blogger im Internet nicht mehr anonym agieren dürften.

Aus der FDP heißt es dazu: "Kommentare und Blogs sind im weltweiten Netz einfach nicht kontrollierbar." Der netzpolitische Sprecher der Grünen, Konstantin von Notz, kritisiert, global die Anonymität im Internet abzuschaffen sei schlichtweg nicht möglich. Der SPD-Innenpolitiker Dieter Wiefelspütz wertet die Ideen des Ministers als Ausdruck von Hilflosigkeit.

Der Hintergrund für Friedrichs Vorschlag ist das Massaker in Norwegen mit 77 Toten am 22. Juli. Der mutmaßliche Täter gilt als Rechtsradikaler und hat seine Ansichten auch im Internet verbreitet.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)