8. August 2011 13:52 Uhr

Finanzwissenschaftler über Kreditwürdigkeit AA statt AAA

"Doppel A+ ist immer noch eine sehr gute Note. Aber es ist ein kleiner Makel, der hier von einer Ratingagentur ausgesprochen wurde." Das meint Eckhard Janeba, Professor für Finanzwissenschaft und Wirtschaftspolitik an der Uni Mannheim, zur Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA. Er sagte hier bei DradioWissen, nach der üblichen ökonomischen Logik führe die geringere Kreditwürdigkeit zu höheren Zinsen für die USA.

Um die Größenordnung zu verstehen, schlägt Janeba ein Gedankenexperiment vor: Die USA haben ihm zufolge grob gesprochen 15 Billionen Dollar Schulden. Wenn der Zinssatz nur um 0,1 Prozentpunkte steige, dann bedeute das pro Jahr eine zusätzliche Zinsbelastung von 15 Milliarden Dollar. Das sei auch für ein großes Land wie die USA schmerzhaft.

Es gebe auch Auswirkungen für einzelne US-Bürger. Dabei komme es darauf an, auf welcher Seite des Kreditmarktes man stehe. Für Ersparnisse gebe es durch eine Zinserhöhung auch höhere Zinsen, das sei gut. Wer dagegen verschuldet sei, müsse für seinen Kredit mehr zahlen.

Das gesamte Interview mit Eckhard Janeba können Sie hier anhören.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)