9. August 2011 06:25 Uhr
Monogamie kann auch schädlich sein.
Zumindest für Malaria-Mücken der Art, die in Afrika die meisten Infektionen verursacht. Britische Forscher melden, dass sie den Weibchen genetisch veränderte, unfruchtbare Männchen unterschieben konnten. Das beschreiben sie im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences".
In die Eier der Männchen war ein Protein injiziert worden, das die Spermienbildung verhindert. Obwohl aus der einmaligen Verbindung der Mücken deshalb keine Larven enstanden seien, hätten sich die Weibchen kein zweites Mal gepaart, schreiben die Wissenschaftler. Mit ihrer Studie könnten neue Ideen zu Kontrolle von Insekten als Krankheitsüberträger entwickelt werden.
Laut Weltgesundheitsorganisation WHO starben 2009 etwa 781.000 Menschen an Malaria, die meisten davon in Afrika.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)