9. August 2011 07:22 Uhr

Neue Idee zur Entsorgung von Weltraumschrott

Müll im All ist nicht nur unschön, er gefährdet vor allem den Verkehr.

Erst kürzlich musste die Besatzung der Internationalen Raumstation die ISS vorübergehend verlassen, weil ein Zusammenstoß mit umherfliegendem Weltraumschrott drohte. Dazu gehören zum Beispiel verbrauchte Raketen oder ausgediente Satelliten.

Mitarbeiter der Italienischen Raumfahrtagentur haben nun eine neue Idee vorgestellt, wie zumindest ein Teil dieses Mülls entsorgt werden könnte. In der Zeitschrift "Acta Astronautica" schlagen sie vor, kleine Satelliten mit Roboterarmen ins All zu schicken. Diese wären den Angaben zufolge in der Lage, ausgewählte Müllteile aufzugreifen, mit einem Ionen-Antrieb zu versehen und so für immer aus dem Orbit zu schicken.

Fünf bis zehn große Müllteile sollen auf diese Weise pro Jahr aus dem Verkehr gezogen werden. Wer die Satellitenmissionen bezahlen soll, sagen die Wissenschaftler allerdings nicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)