9. August 2011 08:39 Uhr
Zum Schluss schauen wir noch zurück in die Vergangenheit. Heute vor 115 Jahren stürzte der Flugpionier Otto Lilienthal mit einem seiner Flugapparate ab.
Nachdem der deutsche Ingenieur jahrelang den Flügelschlag von Vögeln und die dabei wirkenden Kräfte beobachtet hatte, entdeckte er das Prinzip des Auftriebs. Er baute Flugapparate aus Holz und Baumwolle, mit denen er hangabwärts schließlich mehrere hundert Meter gleiten konnte. In den Jahren vor seinem Tod machte Lilienthal rund 2.000 dokumentierte Testflüge mit den verschiedenen Modellen seiner Gleiter. Er verkaufte auch einige Flugapparate, nicht ohne einen Zettel mit der Warnung: "Bedenken Sie, dass Sie nur ein Genick zum Zerbrechen haben!"
Am 9. August 1896 erfasste ihn bei einem Testflug eine Windbö und er stürzte aus 15 Metern in die Tiefe. Am Tag darauf starb er an seinen Verletzungen.
Lilienthals Notizen verwendeten später die Gebrüder Wilbur und Orville Wright, um in den USA ihre ersten Flugzeuge zu bauen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)