9. August 2011 20:46 Uhr

Leistungssportler brauchen dauerhaft psychologische Betreuung

Ob Sebastian Deisler, Robert Enke, Sven Hannawald oder Monica Seles: Viele ehemalige Hochleistungssportler leiden oder litten an psychischen Erkrankungen. Der Direktor des Sportpsychologischen Zentrums der TU München Jürgen Beckmann führt das auf eine Entmenschlichung des Profisports zurück.

In der Septemberausgabe der Zeitschrift Psychologie Heute erklärte er, der Sportler werde als Verbrauchsmaterial angesehen. Das öffentliche Interesse, der Leistungsdruck und die Einsamkeit belasteten viele junge Spitzensportler. Beckmann hob deshalb hervor, dass Hochleistungssportler über ihre ganze Laufbahn sportpsychologische Begleitung bräuchten. Auch abseits von Krisensituationen müssten sie lernen, mit Belastungen besser umzugehen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)