10. August 2011 08:30 Uhr

Indien will Kommunikation in sozialen Netzwerken stärker überwachen

Angst vor Terroristen - mit diesem Argument begründet die indische Regierung jüngste Versuche, die Kommunikation in sozialen Netzwerken stärker zu überwachen. Wie der Nachrichtendienst IDG berichtet, hat das indische Innenministerium das Kommunikationsressort aufgefordert, den Druck auf Angebote wie Facebook oder Twitter zu verstärken.

Telekommunikationsunternehmen, Zugangsanbieter und Netzbetreiber müssen in Indien nach geltendem Recht Schnittstellen für die Überwachung durch Sicherheitsbehörden zur Verfügung stellen. Das IT-Gesetz verpflichtet die Anbieter außerdem, Ermittlern und Geheimdiensten Nutzerdaten wie Passwörter und andere persönliche Angaben ohne Richtergenehmigung zu übermitteln. Das gilt auch für US-Konzerne wie Twitter und Facebook.

Diese berufen sich sonst auf das in ihrer Heimat geltende Recht, wonach derlei Informationen nur auf gerichtliche Anordnung hin herauszugeben sind.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)