10. August 2011 10:20 Uhr

Schweizer wollen Franken schwächen

Die Europäer fürchten um ihre Währung, weil ihr Wert absacken könnte.

Die Schweizer dagegen leiden unter dem hoch bewerteten Franken, denn das ist schlecht für den Export. Deshalb will die Schweizerische Nationalbank SNB die eigene Währung schwächen. Wir erklären, zu welchen Mitteln sie dabei greifen kann.

Die Bank hat unter anderem angekündigt mit sogenannten Devisen-Swaps einzugreifen. Dabei verkauft sie eine größere Menge Franken an einen Käufer, gleichzeitig wird der Rückkauf für einen bestimmten Zeitpunkt vereinbart. So werden für diesen Zeitraum mehr Franken auf den Markt gebracht. Wenn es dann läuft, wie erhofft, sinkt der Wert des Franken. Diese Devisen-Swaps hat die SNB zuletzt im Herbst 2008 eingesetzt.

Eine andere Möglichkeit ist es die sogenannten Sichtguthaben zu erhöhen. Das sind die Guthaben der Nationalbank, die nicht fest angelegt sind, also quasi ihre Girokonten. Diese Geldmenge soll von jetzt 80 Milliarden auf 120 Milliarden Franken steigen.

Bereits am 3. August hatte die SNB die Zinsen für Kredite praktisch auf Null gesenkt, um den Franken billig zu machen. Ohne Erfolg: sein Kurs war einfach weiter gestiegen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)