11. August 2011 10:17 Uhr

Rechtsstreit von Instant-Kirchen in den USA

Zu einer Kirchengemeinde gehört normalerweise auch eine Kirche, aber das muss nicht immer so sein. In den USA gibt es hunderte Gemeinden, die für ihre Gottesdienste Räume anmieten, oft in staatlichen Schulen. Das sorgt allerdings für Ärger. Wie die Nachrichtenagentur epd schreibt, hat ein Gericht in New York geurteilt, dass die Bereitstellung staatlicher Schulräume für Gottesdienste mit der US-Verfassung kollidiert. Der Staat dürfe religiöse Organisationen nicht fördern. Die betroffene Gemeinde ging in Berufung. In den USA entstehen und vergehen jedes Jahr tausende Gemeinden, meist Freikirchen. Daraus hat sich auch eine Industrie entwickelt: Die Firma "Portable Church" - also "Kirche zum Mitnehmen" vermietet Altäre, Kirchenschmuck, Stühle und Lautsprecher für Start-Up-Kirchen, die noch kein eigenes Gotteshaus haben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)