12. August 2011 06:25 Uhr
In den USA ist die Zahl der Kinder, die mit psychischen Störungen stationär behandelt werden, in den vergangenen Jahren stark angestiegen. In der Onlineausgabe der Fachzeitschrift "Archives of General Psychiatry" schreibt der US-Wissenschaftler Joseph C. Blader, zwischen 1996 und 2007 habe sich die Zahl um 81 Prozent gesteigert. Während Mitte der 90er noch gut 150 von 100.000 Kindern wegen psychischer Störungen stationär behandelt wurden, seien es 2007 283 gewesen. Bei Erwachsenen sei die Zahl um 42 Prozent gestiegen, bei Älteren dagegen zurückgegangen.
Als Grund gibt Blader an, psychische Störungen würden in den letzten Jahren eher stationär, also kurzzeitig, statt langfristig behandelt. Auch die Art der Störungen habe sich verändert: Früher seien Kinder vorwiegend mit Angststörungen ins Krankenhaus gekommen, später dann eher mit manisch-depressiven Störungen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)