15. August 2011 11:28 Uhr
An der Küste der Ostseeinsel Rügen stürzen immer wieder Teile der Kreidefelsen ins Meer. Am vergangenen Wochenende haben die schweren Regenfälle für den größten Abbruch seit neun Jahren gesorgt. Nach Angaben von Ingolf Stodian, dem kommissarischen Leiter des Nationalparks Jasmund, sind Felsen und Bäume auf 100 Metern Länge in die Tiefe gerissen worden. Weitere Abbrüche seien zu befürchten.
Die Klippen der Kreidefelsen auf Rügen sind mehr als 150 Meter hoch und eine Touristen-Attraktion. Bei dem letzten großen Abbruch 2002 stürzten rund 150.000 Kubikmeter des Kreidekliffs in den Abgrund. Drei Jahre später zerfielen auch die Wissower Klinken teilweise. Diese Kreidefelsen galt lange als Vorbild für ein Gemälde von Caspar David Friedrich; heute geht man jedoch davon aus, dass er eine andere Stelle malte.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)