15. August 2011 14:51 Uhr

Psychotherapeut: Untergang der DDR führte zu Verdrängung und Depressionen

Vom "Jammer-Ossi" sollten wir wirklich nicht mehr sprechen. Das meint Jochen-Friedrich Buhrmann, Chefarzt an der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Schwerin. Im Deutschlandradio Kultur sagte er, zwar werde den Ostdeutschen oft vorgeworfen, sie jammerten, allerdings werde dabei die enorme Anpassungsleistung übersehen, die sie nach dem Untergang der DDR erbracht hätten.

Buhrmann sagte, er bekomme in seiner Klinik zu spüren, wie traumatisierend es für viele Menschen gewesen sei, im Staatsapparat der DDR zu leben oder nach der Wende trotz enormer Leistungen die Arbeit zu verlieren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)