15. August 2011 14:53 Uhr

Berlin soll Gedenktafeln für frühe Schwulenbewegung bekommen

Homosexuelle kämpfen nicht erst seit kurzem für ihre Rechte.

Die frühen Vertreter der Schwulen-Bewegung - vom Anfang des 20. Jahrhunderts - sollen jetzt in Berlin geehrt werden. Dazu sollen am 2. September zwei Gedenktafeln enthüllt werden - auf längere Sicht soll es ein richtiges Denkmal geben.

Auch die Adresse der Gedenkstätte erinnert bereits an einen Vorreiter der Homosexuellen-Bewegung - das Magnus-Hirschfeld-Ufer ist nach dem Gründer des "Instituts für Sexualwissenschaft" benannt. Das Institut setzte sich unter anderem dafür ein, ein Verbot für schwulen Sex im Strafgesetzbuch abzuschaffen.

Nach Hitlers Machtübernahme 1933 wurde das "Institut für Sexualwissenschaft" geplündert, Bücher verbrannt und der jüdische Gründer vertrieben. Hirschfeld starb 1935 in Frankreich im Exil.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)