16. August 2011 08:54 Uhr
Unser Blick in die Geschichte führt uns heute in den US-Kongress nach Washington. Dort wurde heute vor 155 Jahren der "Guano Islands Act" erlassen. Der Name des Gesetzes geht auf das indianische, später spanische Wort für "Exkrement eines Seevogels", guano, zurück. Guano wurde im 19. Jahrhundert vor allem als Dünger, aber auch zur Produktion von Sprengstoff verwendet.
Das heute noch gültige Gesetz regelt den Zusammenhang bestimmter Vogelexkremente und Landnahme durch US-Bürger. Demnach gehört eine Insel, auf der diese Exkremente vorkommen, zum Staatsgebiet der USA, wenn ein US-Amerikaner die Insel gefunden hat. Allerdings kann sie nur eingegliedert werden, wenn sie nicht bereits einem anderen Land gehört oder von Bürgern dieses Landes bewohnt wird. Dritte Voraussetzung für den Anschluss zur USA: Die Insel muss gewaltfrei eingenommen werden.
Mehr als 100 Inseln wurden auf diese Weise den USA einverleibt, bis auf rund ein Dutzend wurden sie aber alle wieder abgegeben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)