16. August 2011 16:24 Uhr

Kritik am Bildungsmonitor: Gewerkschaft hält Erhebung für unwissenschaftlich

Das deutsche Bildungssystem hat sich nach Gewerkschaftsmeinung längst nicht so verbessert wie behauptet.

Die arbeitgeberfinanzierte "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" hatte den Bundesländern in ihrem Bildungsmonitor bescheinigt, sie hätten die Chancen für Kinder verbessert. Vorne lägen Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hält die Studie allerdings für unseriös. Der Vorsitzende Ulrich Thöne sagte, der Bildungsmonitor beurteile Bildung allein aus ökonomischer Sicht, ohne sich mit bildungspolitischen und pädagogischen Fragen zu beschäftigen. In einer wissenschaftlichen Analyse für die Gewerkschaft heißt es, die Studie werde mit ihrem scheinbar klarem Ranking in der Öffentlichkeit fehlinterpretiert. Damit übe sie Druck auf die Politiker aus und stoße eine Bildungspolitik im Sinne der Arbeitgeber-Initiative an.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)