17. August 2011 09:24 Uhr
Die Welle selbst war zwar zu klein. Trotzdem konnten Forscher den Tsunami nach dem Erdbeben in Japan am 11. März auf dem Radar beobachten. Er veränderte nämlich die Strömungen im Ozean. Das berichten japanische und US-amerikanische Wissenschaftler im Fachmagazin "Remote Sensing".
An der Universität von Kalifornien werden Meeresströmungen seit etwa zehn Jahren mit hochfrequenten Radarverfahren untersucht. Nun verwendeten die Forscher Daten mehrerer Messstationen, um sich erstmals einen Tsunami anzusehen. Ihren Angaben zufolge wurde er sichtbar, sobald er seichteres Wasser erreicht hatte. In den Küstengewässern seien die Wellen nämlich höher und langsamer geworden. Die Strömungsgeschindigkeit habe abgenommen.
Die Wissenschaftler erhoffen sich von ihren Erkenntnissen die Möglichkeit, zusätzlich zu den bestehenden neue Tsunami-Frühwarnsysteme zu entwickeln.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)