17. August 2011 15:21 Uhr
"Eine Studie in Scharlachrot" beschreibt den ersten Auftritt des Meisterdetektivs Sherlock Holmes.
Die Schulbehörde in einem Landkreis in Virginia in den USA hat den Roman jetzt aus dem Lehrplan genommen. Wie die "Washington Post" berichtet, beschwerten sich Eltern wegen der angeblichen Beleidigung des mormonischen Glaubens. Eine Passage der Geschichte handelt von einer erzwungenen Heirat im Mormonen-Milieu. Das empfanden die Eltern eines Kindes als herabwürdigend und ein Ausschuss der Schulbehörde gab ihnen recht. Der Roman stand zwar nur in einer Schule auf dem Pflichtprogramm, die Entscheidung gilt aber für alle Schulen im Landkreis.
Nach einem Bericht des örtlichen "Star Exponent" hatte eine andere Schule in Virginia vor eineinhalb Jahren die ungekürzte Version des "Tagebuchs der Anne Frank" vom Lehrplan verbannt. Als Grund sei die Schilderung sexueller Inhalte angegeben worden. Anne Frank hatte in ihrem Versteck vor den Nazis auch Pubertätsgedanken aufgeschrieben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)