18. August 2011 14:25 Uhr

Ego-Shooter-Spiele machen zwar aggressiv, Spieler haben aber keine Zeit für Verbrechen

Macht das stundenlange Sitzen vor brutalen Computerspielen junge Menschen nun gewaltbereiter oder nicht? Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung steuert zu dieser Frage eine neue Studie bei. Ihr Ergebnis: ja, das macht aber nichts. Denn die potenziellen Gewalttäter seien ja an den Bildschirm gefesselt, statt Straftaten zu begehen. In Zusammenarbeit mit US-amerikanischen Unis untersuchten die Wissenschaftler verschiedene Daten aus den USA zu Verbrechen, Verkaufszahlen von Spielen und Bewertungen deren Inhalts.

Zahlreiche psychologische Studien hatten ergeben, dass der Konsum von Gewalt-Spielen Menschen aggressiver werden lässt. In der neuen Untersuchung heißt es dagegen, die Spieler verbrächten soviel Zeit am Bildschirm, dass die Kriminalität verringert sei. Der Zeit-Effekt überwiege den Aggressivitäts-Effekt.

Ein Verbot von brutalen Spielen könne daher kurzfristig dazu führen, dass die Zahl der Gewaltverbrechen ansteige.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)