18. August 2011 14:51 Uhr
"Ich sehe eine völlige Überdramatisierung." Das sagte der Bevölkerungsforscher Gerd Bosbach der Nachrichtenagentur dapd und bezog sich damit auf die niedrigen Geburtenzahlen in Deutschland. Es gehe nicht um Geburten, sondern um vernünftig ausgebildete und gesunde Menschen, die arbeiten könnten. Bei guter Ausbildung und Gesundheit würden rund 700.000 geborene Kinder im Jahr für den Wirtschaftsstandort Deutschland reichen. Vergangenes Jahr seien es 680.000 gewesen.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat die Geburtenrate in Deutschland im vergangenen Jahr mit 1,39 Kindern je Frau den höchsten Stand seit 1990 erreicht. Laut Bosbach sind das aber nur leichte Schwankungen, die keine großen Auswirkungen haben und nur auf Schätzungen beruhen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)