19. August 2011 07:22 Uhr

In Langzeitbeziehungen übernehmen wir oft die Laster des Partners

Wer den ganzen Tag daheim im Trainingsanzug herumläuft, Chips isst und fernschaut, der muss ein Single sein. Nicht unbedingt, sagen nun Forscher der US-Universität in Cincinnati. Gerade in Langzeitpartnerschaften übernehmen viele die schlechten Angewohnheiten des Partners. Und das beim Rauchen, Alkoholtrinken, Essen, Schlafen, Sport und in Gesundheitsfragen. Die Soziologen hatten rund 60 Paare befragt, die zwischen acht und 52 Jahren zusammen waren. Davon war jeweils die Hälfte heterosexuell und lesbisch beziehungsweise schwul.

Wie die Wissenschaftler beschreiben, konzentrierten sich Studien bisher fast ausschließlich auf gesundheitsfördernde Aspekte von Beziehungen. Nun stelle sich aber heraus, dass die Laster des einen den anderen oft auch verführen, etwa wenn der Partner ungesunde Lebensmittel kauft, aber beide davon essen. In heterosexuellen Paaren wurde übrigens meist der Mann als Übeltäter genannt.

Ihre Ergebnisse wollen die Forscher auf der Jahreskonferenz der "American Sociological Association" in Las Vegas vorstellen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)