19. August 2011 15:31 Uhr
Die nordkoreanische Hauptstadt Pjöngjang ist wie ein großes Museum. So beschreibt es der Berliner Architekt und Buchautor Philipp Meuser bei "DRadio Wissen". In einem kommunistischen Land ohne Grundbesitz könnten die Bauherren verschwenderisch mit Raum umgehen und so eine Stadt mit großen Sichtachsen und viel Platz errichten. Für Meuser sind die Bauten in Nordkorea eine "sozialistische Musterarchitektur", frei von Reklame und frei von stilistischen Weiterentwicklungen wie in der restlichen Welt. Das mache sie für Architekten interessant. Andererseits hinterließen die riesigen gesichtslosen Wohnblöcke beim Betrachter auch ein bedrückendes Gefühl. Und als Ausländer habe er kaum einen Blick in die Elendsviertel werfen können, so Meuser.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)