19. August 2011 15:32 Uhr
Frühzeitige Prävention statt Strafe. Darauf setzt die Bildungsgewerkschaft GEW im Umgang mit Schulschwänzern. Die stellvertretende Vorsitzende, Marianne Demmer, sagte, Strafen für das Schwänzen von Schulstunden seien häufig nicht sinnvoll, weil sie den vielfältigen Gründen nicht gerecht würden. Laut Demmer ist es wichtig, die Schulen mit genügend Sozialarbeitern zu versorgen. Darüber hinaus müssten Lehrer in die Lage versetzt werden, individuell auf die Jugendlichen einzugehen.
Etwa zehn Prozent der rund zwölf Millionen Schüler würden regelmäßig in der Schule fehlen. Regelmäßig bedeute, dass Schüler ständig wiederkehrend ein oder mehrere Tage untentschuldigt fehlen. Laut dem Deutschen Lehrerverband schwänzen allerdings rund 200.000 Schüler täglich den Unterricht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)