22. August 2011 17:57 Uhr
Bilder vom "arabischen Frühling" zeigen oft Menschen, die auf überfüllten Plätzen Freudenschüsse abgeben. Das nimmt die britische BBC zum Anlass, einen Experten zu den Gefahren einer solchen Praxis zu befragen. Der Ballistiker David Dyson nennt gleich eine ganze Reihe solcher Feiern, die für einige Teilnehmer tödliche Folgen gehabt hätten. So seien auf den Philippinen drei Menschen gestorben, nachdem sie von Querschlägern der Freudenschüsse zum neuen Jahr getroffen worden seien. Auch in den USA habe es Fälle gegeben: Nach einer Studie wurden in einem Zeitraum von sieben Jahren an einem einzigen Krankenhaus mehr als 100 Menschen behandelt, die von herabfallenden Projektilen verletzt worden seien.
Ein von der BBC befragter Fachmann für Waffenkultur meint zu den Gründen: Freudenschüsse erinnerten zum einen an Feuerwerk. Zum anderen erinnere die Praxis auch an Machokultur, weil Waffen mit Männlichkeit und Stolz in Verbindung gebracht würden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)