23. August 2011 09:57 Uhr

Vorwürfe von Greenpeace gegen Sportartikelhersteller

"Die Umweltverschmutzung in der Textilindustrie ist ein globales Problem." Das sagt Manfred Santen, Chemie-Experte bei Greenpeace, der "Süddeutschen Zeitung". Die Umweltschutzorganisation hatte Sportbekleidung auf Rückstände von Nonylphenolethoxylaten, kurz: NPE, untersucht. Diese Chemikalien können sich in Flüssen oder Seen anreichern; für den Menschen sind sie vor allem deshalb schädlich, weil sie ähnlich wie Hormone wirken. Greenpeace wies solche Reste in Proben von 14 von 15 untersuchten Herstellerfirmen nach - allerdings in so geringen Mengen, dass für den Träger der Trikots, Shirts oder Schuhe keine unmittelbare Gefahr bestehe. Das Problem ist laut den Umweltchützern bei der Herstellung um ein Vielfaches größer, denn die Menschen in den fabriken und ihrer Umgebung seien dem Gift in höherer Konzentration ausgesetzt.

In der EU dürfen NPE nur noch sehr eingeschränkt verwendet werden. In Ländern wie Bangladesch und Pakistan, wo viel Kleidung produziert wird, sei das anders.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)