23. August 2011 16:51 Uhr

Seehechtlarven mögen es wärmer

Nicht nur die Überfischung, sondern auch die Erwärmung der Meere schadet vielen Fischarten.

Im Nordatlantik gibt es deshalb kaum noch Lachse, Störe oder Welse. Der Seehecht allerdings profitiert von der Erwärmung seines Lebensraumes. Das haben Forscher der Universität des Baskenlandes in Bilbao herausgefunden. Die Larven des Seehechts wachsen laut der Studie in den zunehmend milden Temperaturen besser. Da der Golfstrom verstärkt warmes Wasser nach Nordeuropa transportiere, bliebe die Population der Seehechte trotz Überfischung konstant.

Beim Kauf von Seehecht raten Forscher der Universität Ovideo allerdings, genau hinzuschauen: Bis zu 30 Prozent des angebotenen afrikanischen Seehechts werde falsch etikettiert. Und zwar als amerikanischer oder europäischer Fisch. Die Forscher vermuten, dass die Verkäufer damit ihre Einnahmen erhöhen wollen. Amerikanischer und europäischer Seehecht wird nämlich doppelt so teuer gehandelt wie Afrikanischer.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)