24. August 2011 07:51 Uhr
"Wir erleben einen Massenmord, der dem Schicksal in die Schuhe geschoben wird." Das sagte der Schriftsteller Ilija Trojanow der "Frankfurter Rundschau" zur Hungerkatastrophe in Ostafrika. Er gehört zur Gruppe der Autoren, die in einem gemeinsamen Aufruf mehr Rechte für die Menschen in der Region fordert. Das Sterben der Menschen ist laut Trojanow der Kollateralschaden eines globalkapitalistischen Systems. Das autarke, ortsgebundene und nachhaltige Wirtschaften werde unterdrückt, weil es keine Profite bringe.
Die Hungerkatastrophe sei nicht überraschend, findet Trojanow. Die Fachleute würden seit Jahren davor Jahren, dass sich diese Situation immer häufiger wiederholen werde, auch wegen der klimatischen Verhältnisse. Es sei deshalb wichtig, die Ursachen der Katastrophe zu beseitigen. Die Entwicklungshilfe dürfe nicht die korrupten Strukturen eines Landes verfestigen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)