24. August 2011 08:38 Uhr

"Der Papst kommt": Aktionsbündnis darf nicht vom Brandenburger Tor starten

Sie dürfen nicht vor dem Brandenburger Tor starten. Das kirchenkritische Aktionsbündnis "Der Papst kommt" hat von der Versammlungsbehörde der Berliner Polizei einen Dämpfer bekommen. Wenige Wochen vor dem Besuch des Papstes wurde der Startpunkt der Demonstration und die geplante Route mit dem Hinweis auf Sicherheitserfordernisse nicht genehmigt. Eigentlich sollten die Proteste gegen den Papstbesuch vom Brandenburger Tor bis ins benachbarte Parlament dringen, genau wenn Benedikt XVI. vor dem Bundestag spricht. Nun wollen die Papstgegner gerichtlich gegen das Veto der Polizei vorgehen. Zu dem Bündnis gehören Freidenkervereinigungen, Mitglieder von SPD, Grünen und Linkspartei sowie mehrere Lesben- und Schwulenverbände.

In Berlin gab es schon einmal eine Anti-Papst-Demonstration: Beim Besuch von Johannes Paul II. hatten sich mehr als 2.000 Menschen als Nonnen, Mönche und Teufel verkleidet und eine Gegenpäpstin ausgerufen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)