25. August 2011 06:55 Uhr
Erst kommt ein schriller Klingelton, Musik oder Brummen.
Dann folgen Gespräche, die für unbeteiligte Zuhörer oft eine Zumutung sind. So empfand es auf jeden Fall der Elektronikkünstler Karl Heinz Jeron, wenn Sitznachbarn in der Bahn mit dem Handy Gespräche führten. Jahrelang belauschte er seine Mitfahrer unfreiwillig. Nun will er sich, wie er sagt, rächen. Jeron plant eine Oper aus nervigen Handygesprächen. Mehrere Notizbücher mit skurrilen Sätzen sind schon voll. Roboter sollen die Texte vortragen, nachdem sie digitalisiert wurden.
Der Konzeptkünstler ist Stipendiat des Künstlerdorfes Schöppingen im Münsterland. Er hat bereits Georg Friedrich Händels Wassermusik mit Robotern inszeniert und baut aus altem Obst Musikinstrumente.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)