25. August 2011 07:52 Uhr

Südafrikanische Parkbetreiber kommen kaum gegen Nashorn-Wilderer an

Ihr Horn gilt als Heil- und Potenzmittel und bringt auf dem asiatischen Schwarzmarkt mehrere tausend Euro pro Kilo. Deswegen kommen die Tierschützer in Südafrika kaum gegen die Wilderer von Nashörnern an. In diesem Jahr wurden dort bisher 275 Tiere getötet, die Zahl könnte bis zum Jahresende auf 500 steigen.

Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, wildern die Horn-Jäger inzwischen vor allem in privaten Reservaten. Deren Inhaber versuchten, die Nashörner mit Patrouillen am Boden oder per Hubschrauber und mit Belohnungen für Hinweise zu Wilddieben zu schützen. Oder sie entfernten einigen Tieren vorab die Hörner. Ein Parkinhaber sagte jedoch, eigentlich könnten nur die asiatischen Regierungen das Problem lösen - indem sie dafür sorgten, dass es keine Nachfrage mehr nach dem Nashorn-Horn gebe. Laut Umweltschutzorganisationen ist der Einsatz zwar inzwischen in einigen Ländern verboten - der Schwarmarkt blühe aber dennoch.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)