25. August 2011 10:25 Uhr
Das Gesetz gibt es bereits seit 35 Jahren, aber erst jetzt wird es für US-Plattenfirmen unangenehm. Künstler fordern nämlich von ihnen die Rechte an alten Songs zurück. Nach der Änderung der Copyright-Gesetze im Jahre 1976 bleiben die Rechte nach der Veröffentlichung zunächst für 35 Jahre bei den Labels. Anschließend können die Künstler ihren Anspruch an ihren Songs geltend machen.
Das werden auch die Unternehmen in Deutschland spüren. Dieser Ansicht ist der Musikmanager Tim Renner. Er sagte der "taz", von der Gesetzesänderung, auf die sich Musiker wie Bob Dylan und Bryan Adams nun bezögen, wisse kaum jemand. Auch als Chef von Universal Deutschland sei ihm die Copyright-Änderung niemals auf den Tisch gekommen. Die Plattenfirmen träfen die Forderungen zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Sie stünden unter Druck, weil sie den Anschluss an den digitalen Markt verpasst hätten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)