25. August 2011 14:20 Uhr
Die reichen Länder schlampen, wenn es um die Gesundheit geht. Das schreiben Forscher in einem Artikel für das "British Medical Journal". Es geht um den Kampf gegen nicht ansteckende Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Störungen, Krebs, chronische Atemwegserkrankungen und Diabetes. An ihnen sterben jährlich weltweit 36 Millionen Menschen. Sie sind verantwortlich für fast zwei Drittel aller Todesfälle.
Laut der Studie geben die reichen Länder im Kampf gegen diese Krankheiten aber viel zu wenig Geld aus: Der Anteil an den Gesundheitsausgaben liege bei nur 3 Prozent. Die Staaten versäumen es den Forschern zufolge unter anderem, die Ursachen der Krankheiten zu bekämpfen. Zu ihnen gehörten schlechte Ernährung, zu wenig Bewegung und Alkoholmissbrauch. Lediglich gegen das Rauchen werde vorgegangen, wenn auch nicht in allen Ländern.
Einen Grund für die Zurückhaltung der Staaten haben die Forscher im British Medical Journal auch ausgemacht: Es liege an der guten Lobbyarbeit der Pharmafirmen. Die Regierungen der Länder würden davor zurückschrecken, gegen Firmen vorzugehen, deren Produkte krank machen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)