25. August 2011 16:52 Uhr
Erdbeben ist nicht gleich Erdbeben.
Das vom Dienstag an der Ostküste der USA war auch weit weg vom Epizentrum zu spüren, zum Beispiel 850 Kilometer entfernt in Boston, wo es Kirchenglocken zum Klingen brachte. Ein vergleichbares Erdbeben in San Francisco wäre dagegen nach Ansicht von US-Forschern nicht mal halb so weit zu spüren gewesen.
Eine Mitarbeiterin der US-Geologiebehörde "Geological Survey" nennt als Grund dafür die Struktur der Erdoberfläche. Im Osten der USA bestehe der Boden aus verdichtetem Fels, der Bewegungen von Erdbeben leicht und schnell weitergebe. Im Westen sei der Boden dagegen stark deformiert durch Risse, Bruchstellen und Sprünge, die die Wellenbewegungen abfedern. Das erkläre die unterschiedlich starken Auswirkungen.
Das Erdbeben in den USA am Dienstag hatte eine Stärke von 5,8, aber keine größeren Auswirkungen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)