26. August 2011 06:24 Uhr

Medienaufsicht will nach Beschwerde RTL-Beitrag zu Computerspielern überprüfen

Computerspieler haben nicht den besten Ruf - für manche gelten sie als Freaks, die den ganzen Tag zocken und im normalen Leben keine Freunde haben.

Der Fernsehsender RTL sendete vor einer Woche einen Beitrag über die Spielemesse "Gamescom" (ab Minute 12:30), der den typischen Gamer aufs Korn nahm - mit genau diesem Tenor. Viele Computerspieler fanden das aber nicht lustig und beschwerten sich. Die Niedersächsische Landesmedienanstalt will jetzt überprüfen, ob der Beitrag zu einseitig war und die Menschenwürde verletzte.

RTL reagierte auf die Kritik auf seiner Internetseite: Die Verallgemeinerung und Überzeichnung des Beitrags sei ein Fehler gewesen. Die Redaktion entschuldige sich, falls sie damit Gefühle verletzt habe.

Wie das Nachrichtenportal "golem.de" berichtet, gibt es für RTL aber auch Ärger von anderer Seite: Das Hackerkollektiv "Anonymous" habe zum Boykott des Senders aufgerufen. Angeblich sei auch eine "Operation RTL" gestartet - die Hacker hätten aber nicht erklärt, wie die aussehen solle.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)