26. August 2011 07:57 Uhr

Literatur: US-Schule streicht nach Elternprotesten "Naokos Lächeln" von der Leseliste

Die Schüler sollen zwar lesen - aber bitte nichts mit Sex. Dieser Meinung sind einige Eltern von Schülern einer High School im US-Bundesstaat New Jersey. Die 15- bis 16-Jährigen sollten in den Sommerferien zur Vorbereitung auf das neue Schuljahr Haruki Murakamis Roman "Naokos Lächeln" lesen. Dagegen gab es zahlreiche Beschwerden. Wie der britische "Guardian" und US-Medien berichten, hat die "Williamstown High School" den Roman deswegen von der Literaturliste gestrichen.

Der Roman des japanischen Autors ist 1987 erschienen. Darin geht es um einen Literaturstudenten, der sich nicht zwischen zwei Frauen entscheiden kann. Das Buch wurde weltweit 13 Millionen mal verkauft. Die Eltern in New Jersey kritisierten vor allem eine kurze Liebesszene zwischen zwei jungen Mädchen.

Ähnliche Fälle hatte es mit verschiedenen Büchern auch schon anderswo in den USA gegeben. Bürgerrechtler und Schriftsteller kritisierten daraufhin, Schüler sollten sich selbst eine Meinung bilden dürfen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)