26. August 2011 09:27 Uhr
Kent Nagano hält Wellen für Lebewesen. Das hat der Dirigent, der leidenschaftlich gern zuhause in Kalifornien surft, im Magazin der "Süddeutschen Zeitung" klargestellt. Es gebe einen Moment der Geburt einer Welle, dann das Heranwachsen über tausende Kilometer, die Entladung der Energie in der Brandung und ein langsames Ersterben.
Auf der Welle, so Nagano, löse sich das Gefühl der Schwerkraft auf. Die größte Welle seines Lebens sei fünf Meter hoch gewesen. Beim Surfen sei es ihm vorgekommen, als höre er eine Melodie. Nicht Hip-Hop oder Rock'n Roll, auch kein Orchester. Vielmehr habe es strahlender, prächtiger und poetischer geklungen als alles andere, was er kenne. Ein wenig, meint der Dirigent, habe es ihn an "Die Harmonie der Welt" von Paul Hindemith erinnert.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)