28. August 2011 17:15 Uhr

Orientalist besorgt wegen Kunstplünderungen in Libyen

Der russische Orientalist Nikolai Sologubovsky hat sich besorgt über Kunstplünderungen in Libyen geäußert.

Sologubovsky sagte der indischen Zeitung "The Hindu" , das Nationalmuseum in Tripolis sei ausgeraubt worden. Die archäologischen Schätze aus dem Museum würden illegal nach Europa gebracht. Während seines mehrmonatigen Aufenthaltes in Libyen habe er außerdem erfahren, dass Kriminelle Felszeichnungen im Gebirge Tadrart Acacus mit Chemikalien abgelöst hätten. Die Zeichnungen sind zum Teil 14.000 Jahre alt und gehören zum Unesco-Weltkulturerbe.

Der Nato warf Sologubovsky vor, sie habe die antiken Stätten Laptis Magna und Sabratha in der Nähe von Tripolis bombardiert.

Dem Zeitungsbericht zufolge hatte Libyen seine Nachbarstaaten bereits vor geraumer Zeit gebeten, gegen Schmuggel von Kulturgütern aus Libyen vorzugehen. Ägypten hatte aber zum Beispiel selbst mit Plünderungen zu kämpfen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)