29. August 2011 06:52 Uhr
Die in der vergangenen Woche abgestürzte russische Sojus-Rakete ist offenbar nicht wieder zurück bis zum Erdboden gelangt. Der Leiter des sibirischen Zentrums für die Beobachtung von Trägerraketen-Fragmenten, Alexander Pusanow, sagte der Nachrichtenagentur ITAR-TASS, die unbemannte Rakete sei offenbar schon in der Atmosphäre verglüht. Denn bisher habe man in der russischen Republik Altai nördlich von Kasachstan, über der die Rakete abgestürzt sei, am Boden keine Trümmer gefunden. Auch Wasserproben aus dem Gebiet hätten keine Hinweise auf giftige Stoffe enthalten, die bei einem Absturz zu erwarten gewesen wären.
Die Sojus-Rakete war kurz nach dem Start wegen einer Fehlzündung abgestürzt. Sie hatte Nachschub für die Internationale Raumstation ISS geladen. Die russische Raumfahrtbehörde hatte daraufhin entschieden, vorübergehend keine Sojus-Raumfahrtzeuge mehr starten zu lassen - egal ob bemannt oder unbemannt. Zuerst müssten alle Fahrzeuge untersucht werden.
Die Besatzung der ISS ist auf russische Raumschiffe angewiesen, nachdem die US-Weltraumbehörde NASA ihre Shuttle-Flüge im Juli eingestellt hat.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)