29. August 2011 08:51 Uhr

BDI-Chef Keitel: Brauchen mehr europäische Integration, nicht weniger

Der Bundesverband der Deutschen Industrie will kein Abenteuer. Deshalb tritt BDI-Präsident Hans-Peter Keitel mit seinem Verband für mehr europäische Integration ein. Er lehnt in der "Frankfurter Rundschau" Überlegungen zur Rückkehr zur D-Mark ab und betont: Der Euro sei für eine stabile Gemeinschaft in Europa unverzichtbar. Der BDI sieht in der Währung vor allem ökonomische Vorteile. Keitel sagte, die EU erbringe zusammen ein Viertel der weltweiten Wirtschaftsleistung und sei damit ein "Global Player". Die einzelnen Staaten seien das aber nicht - auch Deutschland nicht.

Zur Lösung der Eurokrise schlägt Keitel vor, die Haushalte stärker zu konsolidieren. Dazu müssten sich alle Staaten an die Regeln halten, die es bereits gebe - zum Beispiel die Schuldengrenze in der Eurozone. Ähnlich sieht es Arbeitgeber-Präsident Dieter Hundt. Er fordert in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" automatische Sanktionen für Defizit-Sünder.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)