29. August 2011 09:21 Uhr
Wie hängen Sterblichkeitsraten mit der Geschlechtsreife von Jungen zusammen? Joshua Goldstein, Direktor des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock, sagte hier bei DRadio Wissen, Jungen neigten beim Eintritt in die Geschlechtsreife zu riskantem Verhalten, das häufig tödlich ende. Dadurch entstehe eine Art Buckel in der Sterblichkeitskurve - und zwar genau dann, wenn die Hormonausschüttung besonders hoch sei. Dieser Buckel habe sich seit dem 18. Jahrhundert immer weiter nach vorne verlegt. Und das deuten Goldstein und seine Kollegen als Beleg dafür, dass die Geschlechtsreife ebenfalls früher eintritt.
Warum sich die jungen Männer gerade zu dem Zeitpunkt ums Leben bringen, an dem sie zeugungsfähig werden, ist laut Goldstein noch nicht klar. Es könne aber an einem klassischen Verhaltenmuster liegen: Der Junge schneide auf, um bei den Mädchen gut anzukommen.
Das ganze Interview gibt es zum Nachhören hier.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)