29. August 2011 11:23 Uhr
Die kenianische Regierung hält dieses Projekt für einen Erfolg. Sie hatte in der Küstenprovinz "Taita Taveta" Anreize für die Fischerei gesetzt. Umgerechnet rund 360.000 Euro investierte sie in 600 Teiche, sechs Staudämme und Zubehör wie Netze und Futter für die Tiere. Der Leiter der örtlichen Fischereibehörde sagte nun der kenianischen Zeitung "The Star", das Projekt habe in den vergangenen zwei Jahren das Leben der Menschen in der Region verbessert und Arbeitsplätze geschaffen.
Nicht ganz so positiv äußern sich lokale Fischer. Sie sind zwar überrascht darüber, wie viel sie fangen, beklagen sich aber über fehlende Verkaufsmöglichkeiten, sprich einen Markt für die Fische. Ein Betroffener sagte der Zeitung, momentan müssten die Tiere an Mittelsmänner abgegeben werden - und das zu einem Spottpreis von umgerechnet höchstens 1,40 Euro pro Kilo. Die Fischer fordern deshalb von der Regierung, auch einen geeigneten Absatzmarkt zu finden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)