29. August 2011 11:51 Uhr
Der Blick ins Lexikon heute mit dem Begriff "Gliazelle": Das ist ein Zelltyp im Nervensystem. "Glia" kommt aus dem Griechischen und heißt "Leim". Die Zellen produzieren eine Substanz aus Eiweiß und Fett, das Myelin. Diese Substanz umhüllt die Nervenzellen. So werden sie gestützt und voneinander elektrisch isoliert. Zudem liefern die Gliazellen den Neuronen Nährstoffe und können deren Stoffwechsel beeinflussen.
Im Gehirn gibt es etwa zehn bis 50 Mal so viele Gliazellen wie Neuronen. Aber: Gliazellen sind deutlich kleiner als Neuronen. Deshalb machen sie nur etwa die Hälfte des Gesamtvolumens des Nervensystems aus.
Gliazellen spielen eine entscheidene Rolle bei Nervenkrankheiten wie der Multiplen Sklerose. Dabei werden die fettreichen Umhüllungen der Neuronen, die Myelinscheiden, zerstört.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)