29. August 2011 17:53 Uhr

Künstler Ai Weiwei kritisiert chinesisches Rechtssystem

Peking ist ein dauerhafter Albtraum. Das schrieb der chinesische Künstler und Bürgerrechtler Ai Weiwei im US-Magazin "Newsweek". Das Schlimmste sei, dass das Rechtssystem in China nicht vertrauenswürdig sei. Seine Festnahme habe ihm deutlich gemacht, dass er nur eine Nummer in einem anonymen System sei, das den Menschen Grundrechte verweigere. Häufig bemerkten nur die eigenen Familien, wenn jemand verschwinde. Die erhielten von den Behörden aber keine Informationen. Während seiner Haft habe seine Frau täglich nach seinem Aufenthaltsort gefragt, aber keine Antworten bekommen.

Ai Weiwei war Anfang April wegen angeblicher Steuervergehen festgenommen worden. Ende Juni wurde er auf Kaution freigelassen. Seitdem darf er Peking ohne Erlaubnis nicht verlassen und keine Interviews geben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)