30. August 2011 06:21 Uhr

Sexsteuer-Automat: Stadt Bonn will "Steuergerechtigkeit" im horizontalen Gewerbe

Deutsche Kommunen wollen sich keine Steuereinnahmen entgehen lassen. Deshalb bittet die Stadt Bonn nun Prostituierte auf dem Straßenstrich zur Kasse. Die Stadt hat einen Parkscheinautomaten zum Steuerautomaten umgerüstet. Prostituierte müssen dort für sechs Euro ein Ticket ziehen, bevor sie mit der Arbeit beginnen dürfen. Laut eigener Begründung will die Stadt damit die Steuergerechtigkeit im Bereich der Prostitution wieder herstellen.

Neu ist die Steuer nicht: Betreiber von Bordellen müssen in vielen Kommunen schon länger die sogenannte Vergnügungssteuer zahlen. Doch auf dem Straßenstrich war es bislang schwierig, die Steuerzahlung auch zu kontrollieren. Prostituierte ohne gültiges Ticket erhalten nun Verwarnungen und Bußgeld.

In Dortmund gibt es ein ähnliches Verfahren: Dort holen sich Prostituierte ihr Ticket an einer Tankstelle.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)