30. August 2011 06:23 Uhr

Unesco-Kommission besorgt um Potsdamer Weltkulturerbe

Der Wiederaufbau einer alten Schifffahrtsstation könnte den Weltkulturerbestatus der Schlösser und Gärten in Potsdam gefährden. Dieser Ansicht ist die Deutsche Unesco-Kommission. Konkret geht es um das Bauvorhaben eines privaten Investors. Er will die königliche Matrosenstation am Jungfernsee wieder aufbauen. Sie wurde ab Mitte des 19. Jahrhunderts vom preußischen Königshaus betrieben. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie größtenteils zerstört.

Die "Deutsche Presse-Agentur" zitiert aus einem Brief, in dem die Kommission vom Potsdamer Oberbürgermeister Jann Jakobs umfassende Informationen über das Projekt verlangt. Anwohner haben eine Initiative gegen das Bauvorhaben gegründet. Der Investor wies Kritik zurück. Er sagte, es werde streng denkmalgerecht gebaut.

Zuletzt hatte die Unesco dem Dresdner Elbtal den Welterbe-Status wegen des Baus der Waldschlösschenbrücke aberkannt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)