30. August 2011 08:24 Uhr

Ex-Wirtschaftsminister Ecuadors befürchtet mehr Kriege wegen Finanzkrise

Die Spekulanten werden uns in mehr Kriege drängen. Das befürchtet der ehemalige Wirtschaftsminister Ecuadors, Pedro Páez, für den Fall, dass nichts gegen die Finanzkrise und ihre Ursachen getan wird. Er sagte der "tageszeitung", durch Spekulation seien die grundlegenden Mechanismen der Wirtschaft verzerrt. Als Beispiel nannte Páez die Lebensmittelpreise, die nicht länger mit den Produktionskosten korrespondierten. Außerdem seien durch die Sparmaßnahmen der Staaten in der Krise die zivilisatorischen Errungenschaften der europäischen Völker in Gefahr.

Páez sieht nur einen Ausweg: Wir müssten uns vom - so wörtlich - "Kapitalismus der Spekulation" verabschieden. An dessen Stelle müssten die Menschen alle Formen der Kreativität freisetzen, um neue Räume auch für mittlere und kleine Unternehmen zu schaffen. Wie das aussehen soll, sagte der Ex-Minister allerdings nicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)